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Was ist ein digitaler Zwilling: Beispiele und Anwendungsfälle

Von ·Kategorien: Technik erklärt·Published On: August 20th, 2021·3.3 min read·

Die Science-Fiction verspricht uns schon seit langem digitale Versionen von uns selbst. Wir warten immer noch auf virtuelle Avatare im Stil von Ready Player One. Jedoch gibt es bereits digitale Simulationen von Gegenständen, Geräten und sogar Städten aus der realen Welt. Aus diesem Grund beantworten wir in unserem neuesten Tech Edge-Video die Frage, was ein digitaler Zwilling ist und wofür er verwendet wird. Sehen Sie sich das Video an oder lesen Sie das Transkript weiter unten.

Wie wird ein digitaler Zwilling verwendet?

Zunächst zu den Grundlagen: Ein digitaler Zwilling ist eine virtuelle Version eines physischen Objekts, Prozesses oder Ortes. Er dient als digitales Gegenstück in Echtzeit. Ein digitaler Zwilling wird erstellt, indem man alle Informationen und Daten über wirklich alles sammelt, wovon man eine Kopie erstellen möchte. Anschließend wird es in einem digitalen Raum nachgebildet.

Digitale Zwillinge helfen dabei, komplexe, kostspielige oder sogar gefährliche Prozesse sicherer, erschwinglicher und leichter durchführbar zu machen. Somit sind sie eine der Schlüsseltechnologien zur Verwirklichung der digitalen Transformation. Der Aufbau digitaler Zwillinge ist alles andere als einfach. Wenn sie jedoch einmal erstellt sind, bieten sie ein nahezu grenzenloses Potenzial.

Jede einzelne Komponente sowie die Art und Weise, wie diese Komponenten interagieren, werden digital nachgebildet. Sogar die Umgebung, in der sie existieren wird simuliert. Der digitale Zwilling nutzt dann künstliche Intelligenz. So kann er die Auswirkungen von Änderungen im Design, im Prozess, in der Zeit oder in den Bedingungen simulieren. Dabei muss das reale Objekt zu keinem Zeitpunkt denselben Änderungen ausgesetzt werden.

Wofür wird ein digitaler Zwilling verwendet?

Möchten Sie sehen, wie sich Bedingungen von fast 50 Grad Celsius auf die Leistung Ihres Flugzeugtriebwerks auswirkt? Dazu möchten Sie aber nicht riskieren, mit einem Flugzeug durch die Wüste zu fliegen. Erhöhen Sie einfach die Temperatur im digitalen Zwilling. Sie können das Ergebnis virtuell beobachten und die Leistung verändern. So steigern Sie Ihre Erfolgsquote in der realen Welt.

Möchten Sie wissen, ob eine Änderung des Wartungsplans für Ihre Fabrik mit zahlreichen Laserschneidmaschinen positive oder negative Auswirkungen auf die Produktion haben wird? Wenn Sie einen digitalen Zwilling Ihrer Anlage erstellt haben, ändern Sie dort einfach den Zeitplan und finden Sie es heraus.

Angenommen, Sie versuchen, das Verkehrsmuster rund um ein neues Stadion zu optimieren, das in der Innenstadt gebaut wird. Passen Sie die Ampelschaltung, die Richtung der Einbahnstraße oder die Gestaltung der Kreuzung im digitalen Zwilling Ihrer Stadt an. Anschließend können Sie die Ergebnisse analysieren.

Ein digitaler Zwilling sammelt während der Entwicklung, der Produktion und des Betriebs ständig Informationen von Sensoren aus der realen Welt. Diese werden in das Modell des digitalen Zwillings eingespeist. Aufgrund dieses konstanten Datenflusses spiegeln sich Änderungen in der realen Welt im digitalen Zwilling wider. Dadurch kann er sich mit dem Projekt weiterentwickeln.

Den gesamten Produktlebenszyklus simulieren

Digitale Prototypen können während der Entwicklung erstellt, getestet und verfeinert werden. Dies geschieht lange vor der Herstellung eines physischen Produkts. Wenn ein Produkt in die Produktion geht, können digitale Zwillinge verwendet werden. So wird der Prozess auf der Grundlage des Echtzeit-Feedbacks von Geräten und Bedienpersonal verfeinert. Sobald ein Produkt im Einsatz ist, kann sein Betrieb optimiert werden. Dies geschieht ebenfalls mithilfe des digitalen Zwillings. Er liefert Informationen zu allem. Dazu gehören die bestmöglichen Betriebsbedingungen und Wartungspläne – bis hin zu vorgeschlagenen Designänderungen oder alternativen Konfigurationen.

Das war also der allgemeine Überblick über digitale Zwillinge. Sie möchten tiefer in das Thema eintauchen? Während unserer OnLogic LIVE-Serie hatten wir die Gelegenheit, mit unseren Partnern Intel und Inductive Automation über digitale Zwillinge zu sprechen.

Haben Sie eine Frage zu digitalen Zwillingen? Stellen Sie sie uns in den Kommentaren.

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About the Author: Darek Fanton

Darek ist Communications Manager bei OnLogic. Seine Leidenschaft für Journalismus und Technologie hat ihn von den Redaktionen lokaler Zeitungen bis in die Produktionshallen von IBM geführt. Aufgrund seines Hintergrunds in der Nachrichtenredaktion ist er immer auf der Suche nach den neuesten technischen Entwicklungen und den besten Möglichkeiten, diese Informationen mit den Lesenden zu teilen. Neben seiner Affinität für Worte ist Darek auch ein Musikliebhaber, Jongleur und ein großer Fan von schlechten Witzen.
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