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Eine vernetzte Fabrik erstellen: Die Punkte des IoT verbinden

Von ·Kategorien: Industrielles IoT·Published On: November 12th, 2021·7,6 min read·

Während unserer letzten OnLogic Live-Veranstaltung haben wir die Vorteile einer vernetzten Fabrik erörtert. Dabei haben wir besprochen, wie Sie damit beginnen können, Ihre Anlage schnell und einfach mit der Cloud zu verbinden. Sie können die Aufzeichnung des Events hier ansehen oder die nachfolgende Zusammenfassung lesen!

Was ist eine vernetzte Fabrik?

Es gibt viele Begriffe, die zur Beschreibung einer vernetzten Fabrik oder anderer vernetzter Standorte verwendet werden. Da gibt es zum Beispiel Industrie 4.0, das industrielle Internet der Dinge und die digitale Transformation. Alles läuft auf eine Kombination aus Hardware und Software hinaus. Damit können Sie Daten über die Leistung Ihrer Anlage erfassen und diese nutzen. So gewinnen Sie Einblicke in und Erkenntnisse über Ihre Prozesse und Produkte.

Eine vernetzte Fabrik befähigt Sie, die Effizienz und den Output Ihres Betriebs zu verbessern. Aber wir wissen, dass die ersten Schritte entmutigend sein können. Daher sind wir hier, um die Komplexität zu durchbrechen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Anlage schnell und einfach vernetzen können. In der Tat können Sie in etwa einer Stunde loslegen.

OnLogic Live – die Vorstellung Ihrer Referenten

Arlen Nipper, President und CTO, Cirrus Link Solutions.

Arlen Nipper

Arlen ist ein IoT-Pionier, Vordenker und Miterfinder des MQTT-Protokolls. Dieses wird weithin als Goldstandard unter den Benachrichtigungssystemen für das Internet of Things angesehen.

Mike Walsh, Product Manager, OnLogic

Mike Walsh

Mike hat mehr als 25 Jahre Erfahrung im Technologiesektor. Er ist Produktmanager für die Industrie-Reihe der OnLogic-Hardware.

Patrick Metzger, Partnerships, OnLogic

Patrick Metzger

Er kombiniert seine Fähigkeiten und Interessen auf den Gebieten Technologie, Geschäftsbeziehungen und Marketing. So erforscht Patrick mit Leidenschaft die Bereiche, in denen Technik und Menschen sich verbinden.

Was sind die wertvollsten Vorteile einer vernetzten Fabrik?

Arlen Nipper: Wir sehen sofort, dass die Unternehmen den Nutzen transparenter Prozesse erkennen. So sind bereits viele Sensoren und Datenerfassungspunkte im Einsatz: SPSen, intelligente Messwertgeber, industrielle Steuerungscomputer. Jedoch befinden sie sich alle in einem Silo. Die Daten können nicht gemeinsam genutzt oder analysiert werden. Sobald die Daten sichtbar und zugänglich werden, können Prozesse optimiert und Arbeitsabläufe verbessert werden.

Mit dem Connect-Kit können Maschinen Daten an ein Ignition-Dashboard übertragen. Anschließend werden sie in der Amazon-Cloud für Analysen, Machine Learning und künstliche Intelligenz verwendet. Die Menschen beginnen, die Kunst des Möglichen zu sehen.

Auf den ersten Blick sieht das alles sehr komplex aus! Die Leute fragen sich, wo sie anfangen sollen. Aber man muss keine Rakete bauen, um in den Supermarkt zu gehen. Das Connect-Kit bringt es auf die betriebliche Ebene für Ihre vernetzte Fabrik herunter. Dabei können wir Ihnen helfen, indem wir Teile Ihrer Anlage schnell und einfach miteinander verbinden. Das Connect-Kit gibt Ihnen die Möglichkeit, einfach zu beginnen und sofortigen Nutzen in der realen Welt zu beweisen – ohne Programmieraufwand.

Was ist das Connect-Kit von OnLogic und warum haben wir es entwickelt?

Mike Walsh: Das Connect-Kit ist ein Paket mit allem, was Sie brauchen – OnLogic-Hardware, Kabel, vorinstallierte Partnersoftware und eine Stunde fachlicher Beratung.

Bei der Entwicklung des Connect-Kit haben wir uns zunächst für eines unserer vielseitigsten Computersysteme entschieden. Sowohl in industriellen als auch in anspruchsvollen Umgebungen kann es eingesetzt werden. Sogar wenn Ihre Umgebung Herausforderungen in Bezug auf Temperatur, Stöße, Vibration oder andere Faktoren mit sich bringt, kann unser Connect-Kit-System diese bewältigen.

Wir haben es mit den am häufigsten benötigten Kabeln gebündelt. So können die Benutzer:innen ihre Geräte einfach anschließen, ohne nach dem richtigen Kabel suchen zu müssen, um loszulegen.

Die wichtigste Software ist vorinstalliert. Somit kann das System angeschlossen werden und schnell verwertbare Daten generieren. Dazu muss nicht erst aufwändig spezieller Code geschrieben werden.

Schließlich umfasst jedes Connect-Kit eine Fachberatung mit unserem Partner Cirrus Link. Dazu bringt Cirrus Link umfangreiche Erfahrungen bei der Unterstützung von Unternehmen auf ihrem Weg zur digitalen Transformation mit.

Die vernetzte Fabrik: Wie sieht der erste Tag der Anbindung an die Cloud für die Anlagen aus?

Arlen Nipper: Wir fangen einfach an – dabei möchten wir nicht alles auf einmal essen! Also wählen wir eine Maschine aus und bestimmen die Daten, die wir sammeln wollen. Dann erstellen wir ein Modell in Ignition. Danach können wir ein Dashboard erstellen und eine sichere Verbindung zu Amazon herstellen. Diese Sicherheit ist von größter Bedeutung. Jetzt fließen all diese Echtzeitdaten in die Cloud. Sobald eine Maschine eingerichtet ist und läuft, können Sie zur nächsten Maschine wechseln! So entsteht nach und nach Ihre vernetzte Fabrik.

Was mich am Connect-Kit begeistert, ist die Tatsache, dass keine Kodierung erforderlich ist. Es ist sehr auf Operational Technology (OT) ausgerichtet. Dabei sind die Daten kontextualisiert und können wirksam eingesetzt werden. So gibt es keine Daten, die auf dem Tisch liegen bleiben.

Ist das Connect-Kit sicher? Wird mein IT-Team das genehmigen?

Arlen Nipper: Die Informationstechnologie (IT) kann aufgrund strenger Sicherheitsanforderungen oft ein Hindernis für die Installation neuer Hardware in einer Anlage sein. Anfänglich wurde MQTT für die Sicherheit von geschäftskritischen Daten in Echtzeit entwickelt. Anschließend wurde es von der IT übernommen, da es auf TCP/IP aufbaut. Dadurch ist es von vornherein sicher. MQTT wird wegen der Sicherheit verwendet. So stellt es sicher, dass man keine Verbindung von der Cloud zurück zur Fabrik herstellen kann.

Was sind die nächsten Schritte zur Skalierung?

Mike Walsh: Sobald Sie Ihre Anlage mit dem Connect-Kit vernetzt haben und Ihren Stakeholdern den Wert der digitalen Transformation bewiesen haben, ist es an der Zeit, zu skalieren und mehr zu vernetzen. Dabei ist es egal, ob es sich um zehn Maschinen oder Tausende handelt.

Die Profis einbeziehen

Wenn Sie bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen, ist es an der Zeit, das Team der Expert:innen von OnLogic hinzuzuziehen. Gemeinsam mit Ihnen können sie die ideale skalierbare Lösung für Ihre vernetzte Fabrik entwickeln.

Beispielsweise kann es viele verschiedene Umgebungen, Konfigurationen und Montagesituationen geben, die Sie unterstützen möchten. Darüber hinaus bieten wir eine große Anzahl von I/O-Optionen. Dazu gehören auch Legacy-Optionen für Ihre verschiedenen Steuerungen. Wir haben eine große Auswahl. Gerne helfen wir Ihnen, die beste Lösung für Ihre vernetzte Fabrik zu finden.

Zudem haben wir die Möglichkeit, Vorkonfigurationen und Vorab-Imaging durchzuführen. Unabhängig davon, ob Sie nur einige wenige oder mehrere hundert Geräte erwerben, können wir den Prozess vereinfachen. Dazu machen wir die Geräte mit der von Ihnen benötigten Software direkt betriebsbereit. Außerdem ermutigen unsere Kund:innen, sich so früh wie möglich im Prozess mit uns in Verbindung zu setzen. OnLogic und Cirrus Link können Ihnen bei der Entwicklung der von Ihnen benötigten Lösung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Verbinden Sie Ihre Altgeräte

Arlen Nipper: Der Rugged PC im Connect-Kit ermöglicht auch ungewöhnlichere und fortschrittlichere Verbindungen, sobald Sie Ihre Transformation skalieren. So habe ich in meinem Büro einen Durchflussrechner aus den 1980er Jahren, der jetzt mit dem OnLogic-System verbunden ist. Mit den Tools aus dem Connect-Kit habe ich die Möglichkeit, RS 232/485/422 und mehrere Ethernet-Ports zu nutzen. Damit habe ich alles, was ich brauche, um Altgeräte zu vernetzen.

Wie übertrage ich Daten von einem Standort ohne Ethernet-Anschluss?

Mike Walsh: Das Connect-Kit umfasst eine WLAN- und Bluetooth-Verbindung. Wenn Sie also einen WLAN-Router in der Nähe des Standorts haben, können Sie loslegen. Wenn nicht, bieten wir eine Mobilfunkverbindung an. Somit können Sie die Vorteile von 4G LTE nutzen.

Arlen Nipper: Als wir MQTT entwickelt haben, lag die Gesamtbandbreite bei 300 Baud. MQTT ist ein schlankes Protokoll mit einer Bandbreiteneffizienz von 80-95 Prozent. Sogar im öffentlichen Mobilfunknetz ist es sicher. Zudem können Sie bei der Nutzung von 4G LTE die Gebühren für die Datenübertragung reduzieren.
In der Vergangenheit war es so, dass Sie bei einem Ausfall des Netzwerks einen blinden Fleck hatten – die Daten waren verloren. Mit Store and Forward werden die Daten bei einem Netzausfall in einer Warteschlange gespeichert und weitergeleitet. Wenn das Netzwerk wiederhergestellt ist, wollen Sie keinen Datensturm. Daher werden die Daten, die Sie ohne Verwendung von MQTT verloren hätten, langsam wieder ergänzt.

Fragen der Teilnehmenden:

In einem ersten kleinen Schritt: Müssen wir das Connect-Kit auf einen Cloud-Broker verweisen oder können wir es auf einen Broker innerhalb des Prozesssteuerungsnetzes verweisen? Und würde das überhaupt Sinn ergeben oder einen Mehrwert bringen?

Arlen Nipper: Sie können das Connect-Kit auf jeden MQTT-Broker in Ihrem Netzwerk richten. Es muss nicht in die Cloud gehen, es kann alles vor Ort bleiben. Es hat immer noch all diesen Wert.  

Bietet das Connect-Kit ähnliche Funktionen wie Node-RED?

Arlen Nipper: Sie können sich das Connect-Kit als Node-RED auf Steroiden vorstellen!

Erfahren Sie mehr über das Connect-Kit und wie Sie Ihre digitale Transformation noch heute beginnen.

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