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Windows 7 End-of-Life – was nun?

Von ·Kategorien: Technik erklärt·Published On: Februar 17th, 2020·6.2 min read·

Das lang erwartete Windows 7 End-of-Support (auch bezeichnet als Windows 7 End-of-Life) ist gekommen. Am 14. Januar 2020 hat Microsoft den Support von Windows 7 und Windows 7 für Embedded-Systeme offiziell eingestellt. Seit Microsoft das bevorstehende Verkaufsende von Windows 7 angekündigt hat, haben wir eine Vielzahl von Themen im Zusammenhang mit dem vorhergesagten, aber langsamen Tod dieses äußerst populären Betriebssystems abgedeckt. In diesem Beitrag werfen wir einen kurzen Blick zurück. Dann führen wir Sie durch die Optionen für einen reibungslosen Übergang, jetzt, da das Windows 7  End-of-Life endgültig erreicht ist.

Eine kurze Geschichte zu Windows 7

Aufgrund seiner Beliebtheit haben wir im Laufe der Jahre einiges über Windows 7 und die Embedded-Alternativen von Microsoft geschrieben. Hier ist eine Zusammenfassung von all dem, was wir über Windows 7 gelernt haben.

Windows 7 Verkaufsende

Im Jahr 2014 hat Microsoft den Verkauf von Windows 7 an Hardware-Partner eingestellt. Weiterhin bestand Unterstützung für die Plattform. Jedoch gab das Verkaufsende Anlass zu einigen Fragen. Nicht jeder war bestrebt (oder hatte die Möglichkeit dazu), auf Windows 8 umzusteigen. Zum Glück waren die Embedded-Optionen für Windows 7 noch erhältlich. Dieses Betriebssystem wurde unter Verwendung des Frameworks von Windows 7 Ultimate erstellt. Es ermöglichte Nutzer:innen, eine Auswahl von Funktionen zu treffen, die sie für ihre Systeme brauchten. Eine hervorragende vorübergehende Alternative. Dennoch war schon damals klar, dass dies keine dauerhafte Lösung ist.

Windows 10 soll Windows 7 ersetzen

Als Windows 10 im Jahr 2015 für alle Unternehmen vollständig zugänglich wurde, haben wir die wichtigsten Fakten behandelt, die jeder wissen sollte. Das Fazit war, dass Windows 10 eine fantastische Weiterentwicklung für die Plattform war. So wurde es zu einer Version von Windows 7 mit den besten Elementen von 7 und 8.1, einer verbesserten Benutzeroberfläche und erweiterten Sicherheitsfunktionen. Diese Veröffentlichung nahm den damaligen Windows 7-Benutzer:innen viele Sorgen, insbesondere mit dem damals verfügbaren kostenlosen Upgrade auf Windows 10.

Windows 7 Embedded & Windows 10 IoT

Aber was ist mit Windows Embedded? Hatte die Freigabe von Windows 10 einen Effekt auf das Embedded-System, das Microsoft im Jahr 2014 herausgebracht hat? Es hatte definitiv keinen. Jetzt, da ein neues Betriebssystem auf den Markt gebracht wurde, war auch eine neue Embedded-Version verfügbar geworden. Als Windows Embedded starb, übernahm Windows IoT. Im Grunde kam es in einer modularen Version (Windows 10 IoT Core) und in einer Vollversion (Windows 10 IoT Enterprise) heraus.

Windows 7, Windows 8 und Windows 10 im Vergleich

Windows 7 End-of-Support

Nachdem wir nun auf die Geschichte von Windows 7 geschaut haben, ist es an der Zeit, hier das eigentliche Thema anzusprechen. Was ist der Windows 7 End-of-Support (EoS)? Wie zuvor erwähnt, wird Microsoft nicht länger Sicherheitsupdates für Windows 7 veröffentlichen. Aber wie wir gelernt haben, gibt es verschiedene Versionen von Windows 7. Das EoS, auf das wir uns beziehen, gilt speziell für Windows 7 für Embedded-Systeme. Daneben gibt es noch zwei weitere Versionen von Windows 7, die ihr EoS-Datum noch nicht erreicht haben:

  1. Windows Embedded Standard 7 (Enddatum der Produktunterstützung 13.Oktober 2020)
  2. Windows Embedded POSReady 7 (Enddatum der Produktunterstützung 12. Oktober 2021)

Ja, richtig, die letzte Version wird für weitere eineinhalb Jahre unterstützt. Damit erhalten Sie etwas mehr Zeit für den Übergang von Windows 7, wenn Sie dieses System einsetzen. Letztlich bestehen jedoch nach wie vor die gleichen Bedenken. Was passiert nach dem Windows 7 End-of-Life beziehunsgweise nach dem End-of-Support?

Wie geht es weiter nach dem Ende des Supports für Windows 7?

Für alle, die Windows 7 auf ihren Systemen nutzen, kann dieses EoS zu einem Hindernis führen. Ohne die Sicherheitsupdates für Windows 7 könnte Ihr System anfällig werden für Sicherheitsbedrohungen. Also was tun, jetzt da das EoS-Datum für Windows 7 erreicht ist? Die Antwort ist: Es kommt darauf an. Was für den einen Nutzer funktioniert, passt für einen anderen vielleicht nicht. Zudem können einige Optionen kostspieliger sein als andere, während andere Lösungen realistischer sind. Daher empfehlen wir Ihnen letztlich, sich an Ihren OEM zu wenden, um weitere Informationen über die Möglichkeiten zu erhalten. Dennoch sind hier einige Ideen, was nach dem EoS-Datum von Windows 7 zu tun ist.

Erweiterte Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU) verwenden

Microsoft Programmoptionen für erweiterte Sicherheitsupdates

Überblick über das EoS nach Windows 7 Produktfamilie

Microsoft weiß, dass es fast unmöglich ist, Ihre Betriebssysteme sofort zu ersetzen, jetzt, da Windows 7 das EoS-Datum erreicht hat. Um allen etwas Zeit für die Umstellung von Windows 7 zu geben, hat Microsoft ein Programm für Erweiterte Sicherheitsupdates für Nutzer:innen ausgearbeitet, die mehr Zeit haben möchten, um sich eine Alternative für ihre Windows 7-Systeme zu überlegen. Jedoch unterscheiden sich diese Optionen von den Updates, die Systeme vorher erhalten haben. Sie enthalten „kritische Updates“ und enthalten keine neuen Funktionen oder Unterstützung für Fehler.

Außerdem ist ein weiterer zu berücksichtigender Unterscheidungsfaktor, dass diese Option nicht kostenlos ist und nicht automatisch umgesetzt wird. Das Programm für Erweiterte Sicherheitsupdates wird im Anschluss an das EoS mit einer Abdeckung in 12-Monatsschritten angeboten für bis zu drei Jahre. Wenn dies die richtige Option für Sie ist, wenden Sie sich direkt an Microsoft. Lesen Sie mehr über Erweiterte Sicherheitsupdates auf der Microsoft Website.

Was das Erweiterte Sicherheitsupdate (ESU) enthält und was nicht

Was das ESU umfasst bzw. nicht enthält

Manuelle Installation eines neueren Betriebssystems auf Ihren Systemen

Einige Windows 7-Nutzer:innen sind möglicherweise bereits dabei, sich von Windows 7 zu verabschieden. So ist eine der Optionen für diese Anwender:innen das Upgrade des Betriebssystems auf Windows 10 auf ihren derzeit eingesetzten Systemen. Aber diese Option hat ebenfalls einige Faktoren. Zuerst müssen Sie absolut sicher sein, dass Ihre Systeme auch mit Windows 10 kompatibel sind. Die Systeme, die perfekt geeignet waren für Windows 7 könnten überholte Bereiche haben. Dadurch werden sie inkompatibel mit Windows 10. Zudem müssen Sie auch berücksichtigen, dass Sie neue Lizenzen für Windows 10 kaufen müssen, bevor Sie diesen Wechsel vornehmen können. Dann gibt es noch andere Faktoren, die zu beachten sind, wie beispielsweise Dateien, die während der Übergangszeit verloren gehen. Microsoft stellt ein Tool zur Medienerstellung zur Verfügung. Dies kann Ihnen beim Upgrade von Windows 7 helfen. Es sollte vielen Nutzer:innen die Navigation dieses Upgrades erleichtern, wenn Sie Ihre Software einmal unter Windows 10 validiert haben. 

Nach dem Windows 7 End-of-Life: Ersetzen Sie Ihre Systeme mit neuen/aktualisierten Windows 10-Systemen

Im Hinblick auf die Kompatibilität Ihrer Systeme mit Windows 10 und den Umfang und/oder die Komplexität Ihrer Abläufe können Sie manchmal entweder die Teile ersetzen oder aktualisieren, die nicht mit Windows 10 kompatibel sind. Daneben können Sie auch Ihr gesamtes System durch ein neues ersetzen, auf demWindows 10 vorinstalliert ist. 

Nichts tun

Auch wenn diese Option nicht empfohlen wird, finden sich einige Nutzer:innen ohne weitere unmittelbar brauchbare Optionen wieder. Wenn die Systeme der Kund:innen nicht mit dem Internet verbunden sind, werden die Risiken, die mit dem Betrieb eines EoS-Betriebssystems einhergehen, erheblich verringert. IT-Fachleute sollten unter anderem den Anwendungsfall des Systems, die Netzwerkarchitektur und die lokale Zugänglichkeit zum System berücksichtigen. So können sie die Systeme in der Zwischenzeit so weit wie möglich absichern.

Wie bereits erwähnt, gibt es für verschiedene Situationen unterschiedliche Lösungen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was zu tun ist, bleiben wir bei unserem ursprünglichen Ratschlag: Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem OEM auf und besprechen Sie die für Sie besten Möglichkeiten. Wenn OnLogic Ihr OEM war, können Sie uns hier jederzeit kontaktieren!

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About the Author: Andrew Overheid

Andrew Overheid is a Marketing Specialist at OnLogic. Besides making websites and creating content, he can be found at home playing the guitar. You can follow Andrew on LinkedIn.
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