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Wie kann man einen Computer vor Staub schützen?

Von ·Kategorien: Technik erklärt·Published On: September 7th, 2021·6.6 min read·

Sie arbeiten mit einem Desktop-Computer? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und sehen Sie sich die Lüfter auf der Rückseite Ihres PCs an. Nur zu, wir warten…
Wahrscheinlich kein schöner Anblick. Wenn Sie wie die meisten Menschen arbeiten, sehen Sie eine schöne Patina aus Staub. Und wenn Sie in der Produktion tätig sind, sehen Sie wahrscheinlich etwas noch Unansehlicheres. Es könnte Fett und andere über die Luft übertragene Partikel enthalten. Das wirft bei Ihnen vielleicht einige Fragen auf, wie zum Beispiel:

  • Woher kommt der Staub in einem Computer?
  • Wie gelangt der Staub in einen Computer?
  • Welche Auswirkungen hat Staub auf einen Computer?
  • Wie kann man den Staub loswerden?
  • Kann man einen Computer vor Staub schützen?

Woher kommt der Staub?

Es wurden viele Studien zum Thema Staub durchgeführt. Die Ergebnisse könnten Sie dazu veranlassen, in Ihrer Wohnung häufiger abzustauben! In einem durchschnittlichen Haushalt besteht Staub aus einer Mischung von Hautzellen, Haaren, Kleidungsfasern, Bakterien, Hausstaubmilben, toten Wanzen, Erdpartikeln, Pollen und mikroskopisch kleinen Plastikteilchen. Im Falle einer Produktionsstätte oder eines lebensmittelverarbeitenden Betriebs kann die Zusammensetzung des Staubs sogar noch vielfältiger und komplexer sein. Abgesehen vom gewöhnlichen Hausstaub können auch Holzfasern, Metallspäne, Würzmittel oder sogar Öle und Fette in der Luft schweben.

Ein typischer Fall: Der Hersteller von BBQ-Chips hat ein Problem in der Produktionshalle. Das würzige Pulver, das den Chips ihren Geschmack verleiht, liegt schwer in der Luft. Alles ist mit BBQ-Würzpartikeln gesättigt. Anschließend wird diese Luft von den Lüftern eines durchschnittlichen PCs angesaugt und würzt die Lüfter und Motherboards mit den Aromen.

Wie kommt der Staub in Ihren Computer?

Welche Partikel sich auch immer in Ihrer Luft befinden, sie sind wahrscheinlich auch in Ihrem PC, dank herkömmlicher aktiver PC-Kühlmethoden. Dazu gehören Lüftungsöffnungen und Lüfter.

Diese Lüfter bewegen die Luft im PC umher. Dadurch zirkuliert die Luft, um die Komponenten im Inneren zu kühlen. Einige Lüfter saugen Luft an, andere blasen sie heraus. Dabei bewegen sie die Luft und alles, was sich in ihr befindet, durch Ihren PC. Dies wird von den Ingenieur:innen als „aktive Kühlung“ bezeichnet. Möglicherweise haben Sie einen oder zwei Lüfter auf der Rückseite Ihres PCs. Dabei ist einer am Prozessor und einer auf Komponenten wie Grafikkarten angebracht. Im Grunde genommen tun sie alle genau das, was Sie erwarten: Sie bewegen die Luft, um Ihren PC zu kühlen.

Welche Auswirkungen hat Staub auf einen Computer?

All diese Partikel in der Luft (Staub, Schmutz, Ruß usw.) setzen sich auf dem Lüfter ab. Dadurch wird der Lüfter langsamer und muss länger laufen und mehr Druck ausüben, um die gleiche Kühlwirkung zu erzielen. In der Zwischenzeit sind Ihre Komponenten von einer Staubdecke bedeckt. Dies kann wiederum eine ganze Reihe von Leitfähigkeitsproblemen mit sich bringen. Jedenfalls sorgt die Staubdecke für eine Isolierung und bringt Ihren Lüfter dazu, noch härter zu arbeiten.

PCs haben eine optimale Betriebstemperatur, die durch die Kühlung aufrechterhalten wird. Wenn die Kühlung durch einen Lüfter erfolgt, gibt es einen Schwellenwert, an dem ein Lüfter selbst wenn er rund um die Uhr läuft nicht mehr effizient genug ist, um das System zu kühlen. Dadurch steigt die Temperatur. Im besten Fall sinkt die Effizienz Ihres PCs und Sie haben es mit einem lauten Brummen zu tun, während Ihr Lüfter vor sich hin rattert. Hingegen überhitzt Ihr System im schlimmsten Fall. Dabei wird Ihr PC gedrosselt und verlangsamt seine Leistung oder schaltet sich ganz ab.

Ein typischer Fall: Auf dem Boden eines Reifenherstellers ist die Luft dick durch Gummi, Plastik und Schwefel. Bei unternehmenskritischen PCs fielen die Lüfter immer schneller aus, wenn sich der Gummistaub ansammelte. Er bildete eine dicke schwarze Masse, die die Lüfter sichtbar verlangsamte und fast nicht mehr zu entfernen war.

Wie kann man den Staub in einem Computer loswerden?

Druckluft

Der erste Schritt, den die meisten Leute machen, ist, den Lüfter mit einer Dose Druckluft auszublasen. Aber das ist so, als würde man sein Auto waschen, ohne den Innenraum zu saugen. Wird es besser aussehen? Sicher. Wird es das Problem lösen? Nein. Wahrscheinlich werden Sie am Ende des Tages noch mehr Partikel in Ihren Computer blasen oder sie einfach nur umherbewegen.

Ein typischer Fall: Bei einem großen Holzhersteller lag so viel Zellstoff in der Luft, dass die Tower-PCs zu kochen begannen. Dies wurde so problematisch, dass das Unternehmen ein Teammitglied einstellte, dessen einzige Aufgabe darin bestand, die PCs in der Fabrikhalle zu saugen. Dadurch schnellten die Gesamtbetriebskosten in die Höhe. Gleichzeitig waren die PC-Funktionalität und -Verwendbarkeit weiterhin beeinträchtigt.

Staubsaugen

Eine andere Möglichkeit besteht darin, den PC buchstäblich zu öffnen und das Gerät sehr sorgfältig abzusaugen. Zwar ist diese Lösung effektiv. Jedoch hat sie ihre eigenen Probleme. Sie ist von vornherein äußerst ineffizient, vor allem wenn Sie mehr als ein paar PCs zu verwalten haben. Wie viele Arbeitsstunden wollen Sie in einem Fertigungsbetrieb, einer Maschinenhalle oder einer Lebensmittelproduktion für die Reinigung Ihrer PCs aufwenden? Und wie oft? Verlieren Sie Geld, während die Maschine außer Betrieb ist? Wie oft können Sie einen PC reinigen, bevor durch menschliches Versagen ein Motherboard zerbricht oder ein RAM-Stick beschädigt wird? Wann nimmt das empfindliche Innenleben Ihres Computers auf andere Weise Schaden?

Ein typischer Fall: In einer Stahlgießerei zerrissen Stahlpartikel buchstäblich die Lüfter, als sie angesaugt wurden. Um den PC zu schützen, wurden Gehäuse mit Filtern und eingebauter Klimaanlage eingeführt. Doch sie waren unerschwinglich, sperrig und – das Schlimmste – die nächste PC-Generation passte nicht in sie hinein.

Funktionen hinzufügen

Es gibt einige andere Hilfsmittel, die helfen können. Jedoch lösen sie nicht das eigentliche Problem. So können leistungsstarke Lüfter, Lüfterfilter und Software zur Temperaturüberwachung helfen, einige Probleme zu lindern. Aber ein nicht erneuerter Filter kann einen Lüfter zerstören. Zudem bewegt ein stärkerer Lüfter mehr Partikel umher. Daneben kann eine Temperaturüberwachungssoftware Sie nur vor Problemen warnen, die bereits im Gange sind.

Gehäuse sind erwähnenswert, weil sie den PC eigentlich schützen sollen. Im Grunde sind sie ein großer Kasten, in dem der PC sitzt, meist mit Filtern oder sogar eigenen Lüftern. Aber sie sind teuer, sperrig und unhandlich.

Ein typischer Fall: Die Müllverarbeitung ist eine schmutzige Arbeit. Ein Verarbeitungsbetrieb hatte Probleme mit der Vielzahl der Materialien, die in die Luft gelangten. Die Verunreinigungen verursachten Schäden in den Systemen. Sie verstopften die Lüfter und brachten sie gelegentlich sogar zum Schmelzen. Allerdings konnte durch den Einsatz von lüfterlosen Systemen die Zeit für diese unternehmenskritischen PCs verkürzt werden. Gleichzeitig wurde ihre Lebensdauer um 200 Prozent erhöht.

Einen Computer vor Staub schützen

Eine strategischere Option ist es, Ihren Computer von vornherein vor Staub zu schützen, indem Sie einen lüfterlosen PC verwenden. Ein lüfterloser Computer wird durch andere „passive“ Mittel ohne Lüfter und manchmal auch ohne Lüftungsöffnungen gekühlt. So entwerfen Ingenieur:innen lüfterlose PCs gezielt, um das Innere kühl zu halten und gleichzeitig Staub und Schwebstoffe aus der Luft fern zu halten. Ein lüfterloser PC ist die praktikabelste Langzeitlösung, insbesondere in staubigen oder partikelreichen Arbeitsumgebungen wie in der industriellen Fertigung. Das heißt also, dass ein lüfterloser PC eine längere Lebensdauer und eine höhere Verlässlichkeit hat.

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Dieser Blogbeitrag wurde ursprünglich am 22. August 2013 veröffentlicht. Er wurde am 7. September 2021 inhaltlich aktualisiert.

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