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Was ist das industrielle Internet of Things? Beispiele, Schlüsselbranchen und ein Blick in die Zukunft

Von ·Kategorien: Technik erklärt·Published On: Januar 26th, 2022·5,9 min read·

In seiner einfachsten Form ist das industrielle Internet of Things (IIoT) die Verwendung von Daten aus Maschinen und Sensoren zur Verbesserung von Fertigungsprozessen und anderen industriellen Verfahren. Ein gutes Beispiel für das industrielle IoT ist die vorausschauende Wartung. In einer Produktionsumgebung überwachen in die Ausrüstung eingebettete Sensoren die Systemleistung und den Zustand der Komponenten. Diese Informationen werden mit Software kombiniert. So wird das Bedienpersonal dabei unterstützt, den Wartungsbedarf vorherzusehen und zu planen, bevor es zu Ausfällen der Anlagen kommt.

Wie der Name schon sagt, baut das industrielle Internet of Things (IIoT) auf den Konzepten des Internet of Things (IoT) auf. Das IoT beschreibt physische Objekte, die mit Sensoren, Verarbeitungsfunktionen, Software und anderen Technologien ausgestattet sind. Dabei sind sie alle über ein Netzwerk verbunden und tauschen Daten mit anderen Geräten und Systemen aus.

Das Internet of Things (IoT) findet sich überall, von intelligenten Geräten und vernetzten Gebäuden bis hin zu persönlichen tragbaren Geräten und selbstfahrenden Autos. Somit ermöglicht das industrielle IoT eine große Bandbreite an vernetzten Lösungen. Dabei geht es weit über unser zunehmend vernetztes Privatleben hinaus.

Beispiele für Anwendungen im industriellen Internet of Things sind:

Die Vision eines industriellen Internet of Things

Das Marktforschungsunternehmen ICD geht in seinem Worldwide Internet of Things Spending Guide von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate des IoT von 11,3 Prozent aus. Dies gilt für 2020 bis 2024. Dabei kann das IoT unter anderem in folgende Bereiche eingeteilt werden:

  • IoT für Verbraucher:innen: Dazu gehören Dinge wie Beleuchtungen, die sich mit Ihrer Stimme einschalten, Haushaltsgeräte, die Ihnen eine Nachricht schicken, wenn sie gewartet werden müssen sowie die Sprachassistenz für ältere Menschen.
  • das kommerzielle IoT: Anwendungen des IoT im Gesundheits- und Transportwesen, wie etwa intelligente Herzschrittmacher für einen besseren Einblick in den Gesundheitszustand, Sicherheitsüberwachungssysteme, die Videos austauschen sowie die Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug (Vehicle to Vehicle Communication, V2V), die zur Unfallvermeidung eingesetzt wird.
  • Infrastruktur-IoT: Förderung der Konnektivität intelligenter Städte durch den Einsatz von Infrastruktursensoren für proaktives Ressourcenmanagement, Energiemanagementsysteme und benutzerfreundliche Apps, die Informationen wie Verkehrswarnungen weitergeben können.
  • militärische Zwecke (IoMT): Anwendung von IoT-Technologien im militärischen Bereich, wie Roboter zur Überwachung und vom Menschen am Körper tragbare biometrische Daten für Kampfeinsätze
  • das industrielle Internet of Things (IIoT): Der Schwerpunkt liegt auf digitalen Steuerungssystemen, intelligenter Landwirtschaft zur Verbesserung der Lebensmittelproduktion und Ernte sowie industrielle Big Data zur besseren Entscheidungsfindung und Prozessoptimierung.

Diese Klassifizierungen sind hilfreich, um den allzu weit gefassten Oberbegriff „IoT“ zu unterteilen. Dennoch gibt es Überschneidungen zwischen vielen der oben aufgeführten Lösungen. Angesichts der inhärenten Interkonnektivität der Lösungen innerhalb des IoT ist eine allgemeingültige Definition des IIoT schwer zu finden. Daher dient der oben genannte Ansatz als solide Grundlage.

Die Zukunft des IoT – ein Beispiel

So können Sie beispielsweise bereits einen intelligenten Kühlschrank kaufen, der Ihre Milch- und Eiervorräte überwacht und Sie über mögliche Engpässe beim Frühstück informiert. Dies wäre ein Beispiel für das Verbraucher-IoT. Doch geht man noch einen oder zwei Schritte weiter, kommen Elemente des kommerziellen, infrastrukturellen und industriellen IoT ins Spiel.

Die Zukunft des IoT sieht eine Welt vor, in der Ihr Kühlschrank Ihnen per Textnachricht mitteilt, welche Artikel Sie benötigen. Wenn Sie bereit sind, geben Sie von zu Hause aus eine Bestellung auf. Anschließend fahren Sie mit Ihrem Auto auf den mit Sensoren ausgestatteten Parkplatz des Ladens. Dort stehen Ihre Artikel schon bereit und warten auf Sie. Dafür sorgen mit der Cloud verbundene Kommissioniergeräte im Laden. Die sich ändernden Bestände des Geschäfts werden dann an die zentralen Warenlager weitergeleitet, um die Bestände wieder aufzufüllen. Zudem werden diese Informationen an landwirtschaftliche Betriebe und Produktionsanlagen übermittelt, um die Produktion für die Warenlager zu optimieren.

Das große Datenpotenzial des Internet of Things

Das Konzept des IoT gibt es zwar schon seit Anfang der 90er Jahre. Jedoch war es stets schwierig, eine gemeinsame Sprache und Zielsetzung zu definieren. Bei so viel potenziellem Mehrwert sind Gruppen wie das Industry IoT Consortium (IIC) entstanden. Sie versuchen, den Dingen einen Sinn zu geben. Somit wurde 2014 die ICC-Website von AT&T, Cisco, General Electric, IBM und Intel gegründet. Dort steht, dass sie „Organisationen dabei helfen, die besten technologischen Praktiken zu identifizieren, glaubwürdige Marken aufzubauen und ihre Unternehmen zu transformieren“.

Was bedeutet das in der Praxis?

Stellen Sie sich eine Produktionsanlage vor, die in der Lage ist, auf intelligente Weise auf Probleme in der Lieferkette, Werkzeugausfälle oder Personalschwankungen zu reagieren. Dies ist ein Trend, den IBM bereits 2008 mit seiner Smarter Planet-Initiative vorstellte. Darin zeigte das Unternehmen auf, wie die Systeme der Welt immer stärker integriert, vernetzt und intelligent werden. Beispielsweise ist die M2M-Kommunikation (Machine to Machine) schon seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der Industrie. Jedoch wurden im Laufe der Zeit robustere Netzwerke mit der Vielseitigkeit des Cloud-Zugriffs und kleineren, leistungsfähigeren Industrie-PCs integriert. Dadurch sind direkt integrierte Technologien in der Lage, völlig eigenständig Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen. Dies ist die Stärke des IIoT.

Das IoT in Zahlen

Das Unternehmen IOT Analytics hat sich auf Einblicke in die Internet-of-Things-Branche spezialisiert. Laut einem aktuellen Bericht wird erwartet, dass es im Jahr 2025 mehr als 27 Milliarden aktive IoT-Verbindungen geben wird. Bei so vielen angeschlossenen „Dingen“ und so viel Geld, das auf dem Spiel steht, liegt ein Teil der Herausforderung für die Entwickler:innen von IoT-Lösungen darin, die Infrastruktur zu nutzen oder zu schaffen. Nur so kann die steigende Nachfrage nach Interkonnektivität unterstützt und aufrechterhalten werden. Außerdem zeigt derselbe IOT-Analytics-Bericht, dass die Zahl der angeschlossenen IoT-Geräte, die die Mobilfunktechnologie nutzen, ab 2020 im Jahresvergleich um 18 Prozent steigt und bis zum Ende des ersten Halbjahres 2021 zwei Milliarden erreicht hat.

Prognose für den globalen IoT-Markt

Welche Rolle spielt OnLogic?

Die Ingenieur:innen von OnLogic sind bestens mit den Herausforderungen vertraut, die ein ständig aktives und vernetztes Unternehmen sowohl für Hardware- als auch für Softwareanbieter mit sich bringt. Viele industrielle IoT-Lösungen erfordern Geräte, die mit wenig oder ohne menschliche Interaktion zuverlässig arbeiten können. Glücklicherweise stellt das Internet of Things für viele Unternehmen einen grundlegenden Wandel in der Herangehensweise dar. Doch OnLogic hat seinen Ruf durch genau die Art von flexiblen, vernetzbaren und sorgfältig entwickelten Systemen aufgebaut, auf die man sich bei Innovationen in praktisch jeder Branche verlässt. Für uns ist das Internet of Things weniger eine REVOlution als vielmehr eine EVOlution. Dabei verbindet sie die Ideen eines Smarter Planet, der M2M-Technologie und des kulturellen Wandels in der Art und Weise, wie wir alle leben und Geschäfte machen. Wenn Sie an der Entwicklung einer eigenen IIoT-Lösung arbeiten oder eine neue Hardware-Lösung benötigen, wenden Sie sich an unser Team.

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About the Author: Darek Fanton

Darek ist Communications Manager bei OnLogic. Seine Leidenschaft für Journalismus und Technologie hat ihn von den Redaktionen lokaler Zeitungen bis in die Produktionshallen von IBM geführt. Aufgrund seines Hintergrunds in der Nachrichtenredaktion ist er immer auf der Suche nach den neuesten technischen Entwicklungen und den besten Möglichkeiten, diese Informationen mit den Lesenden zu teilen. Neben seiner Affinität für Worte ist Darek auch ein Musikliebhaber, Jongleur und ein großer Fan von schlechten Witzen.
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