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TPM für Windows 11 – Was ist das und wie sieht es mit Intel PTT und AMD fTPM aus?

Von ·Kategorien: Technik erklärt·Published On: Juli 12th, 2021·4.2 min read·

Microsoft hat vor Kurzem angekündigt, dass TPM für die Installation von Windows 11 erforderlich sein wird. Dies hat zu reichlich Verwirrung über TPM (Trusted Platform Module) und seine Bedeutung für diejenigen geführt, die ein Upgrade auf Windows 11 durchführen möchten. In unserem neuesten Tech Edge Video schauen wir uns folgende Fragen an: Was macht TPM? Warum es wichtig? Warum steht es so im Fokus der Ankündigung von Windows 11?

TPM für die Sicherheit von Windows 11

Die Sicherheit digitaler Informationen ist ein heißes Thema, seit dem Moment, in dem digitale Informationen erstmals ein Thema wurden. Die Sicherheit hat noch weiter an Bedeutung gewonnen, da diese Informationen sensibler und die Angriffe auf sie immer durchdachter wurden.

Die Aufgabe eines Trusted Platform Module (TPM) ist es, eine sichere Barriere zu bilden zwischen den Informationen auf einem Computer und Angreifern, die darauf zugreifen wollen. Das TPM ist nun in seiner zweiten Generation, genannt TPM 2.0. Dabei fungiert das TPM als sicherer Krypto-Prozessor. Es generiert, speichert und begrenzt die Verwendung von kryptografischen Schlüsseln, die für den Zugriff auf Systemdateien erforderlich sind. Einfache, alltägliche Terminologie, richtig?

Wie funktioniert das TPM?

Die Wahrheit ist, dass es am TPM nichts Einfaches gibt. Der vielleicht wichtigste Aspekt steckt jedoch schon im Namen. Das „Modul“ in Trusted Platform Module war bisher genau das. Es ist ein physischer Chip, der auf ein Motherboard gelötet wird und Ihren Computer mit etwas versieht, das einem digitalen Fingerabdruck gleichkommt. Dieser Fingerabdruck ist dann ERFORDERLICH, um auf alle auf Ihrem System gespeicherten Informationen zuzugreifen. Er befindet sich physisch in Ihrem Rechner. Daher ist es für Angreifer sehr viel unwahrscheinlicher, dass sie Glück haben bei der Fälschung, Manipulation oder Umgehung seines Schutzes.

TPM kann genutzt werden, um Ihr Speicherlaufwerk zu verschlüsseln. Dies schützt Ihre Daten, einschließlich Ihrer Identität und den Betriebssystemdateien. Herkömmliche Anti-Malware-Lösungen sind hier anfällig. Die Verschlüsselung schützt Ihre Daten auch im Falle eines physischen Diebstahls.

Das Aufkommen von Firmware-TPM (fTPM)

Hardware-basiertes TPM gibt es schon seit einiger Zeit. Seit Kurzem haben sowohl AMD als auch Intel damit begonnen, Firmware-TPM- oder fTPM-Lösungen zu implementieren. Die Platform Trust Technology (PTT) von Intel, die in einigen Intel-Chipsätzen zu finden ist, bietet beispielsweise die gleichen TPM-Sicherheitsprotokolle, ohne dass ein zusätzlicher physischer Chip erforderlich ist. Für Ihr Betriebssystem und Ihre Anwendungen sieht PTT genauso aus und verhält sich genauso wie TPM. Der Unterschied ist, dass Computer mit Intel PTT oder der integrierten Firmware-Version von AMD keinen dedizierten Krypto-Prozessor oder Speicher benötigen.

Firmware-TPM ermöglicht es mehr Geräten, darunter auch preiswertere und stromsparendere Systeme, die gleichen Root-of-Trust-Konzepte zu unterstützen, die durch hardwarebasiertes TPM ermöglicht werden. Dies ist besonders im Bereich der Industrie-PCs hilfreich. So können Unternehmen auf Endpunkten und Gateways die gleichen strikten Sicherheitsstufen einrichten wie auf Desktop-Hardware. Diese Firmware-TPM-Lösungen erfüllen auch die Anforderungen von Microsoft Windows 11. Das bedeutet, dass Systeme mit Intel PTT oder der fTPM-Lösung von AMD für die Unterstützung von Windows 11 bereit sein sollten.

Aktualisieren auf Windows 11

Was bedeutet das alles also für das Upgrade Ihres Betriebssystems? Microsoft bezieht eindeutig Stellung, wenn es um Sicherheit geht (lesen Sie: Windows 11 ermöglicht Sicherheit durch Design vom Chip bis zur Cloud). Das Unternehmen hat eine vollständige Liste von Prozessoren bereitgestellt, die mit Windows 11 kompatibel sind (Intel-CPUs, AMD-CPUs). Es ist wichtig zu erwähnen, dass Microsoft seine Kompatibilitätsseite für Windows 11 seit der ursprünglichen Ankündigung tatsächlich aktualisiert hat. Sie enthält nun eine einzige Liste der minimalen Hardware-Anforderungen. Darunter wird auch die TPM-Version 2.0 erwähnt. Microsoft wird außerdem ein herunterladbares PC Health Tool anbieten, das Ihr System auf Kompatibilität prüft.

Bevor Sie das PC Health Tool ausführen, sollten Sie sicherstellen, dass, falls vorhanden, TPM, PTT oder fTPM auf Ihrem System aktiviert sind. Diese Überprüfung lässt sich leicht im UEFI (ehemals BIOS genannt) erledigen. Selbst Systeme, die über diese Technologien verfügen, werden nicht immer mit aktivierter Einstellung ausgeliefert. Dieser Umstand hat für einige Verwirrung bei den Benutzer:innen gesorgt, die diese Prüfung nach der Ankündigung von Microsoft durchführten. Dies brachte Microsoft dazu, das PC Health Tool für Updates zurückzuziehen. Wir erwarten, dass es kurz vor dem offiziellen Erscheinen von Windows 11 wieder verfügbar sein wird.

Brauchen Sie TPM für Windows 11 unbedingt?

Könnte sich das alles jetzt ändern? Ja. Wir sind noch Monate von der Einführung von Windows 11 entfernt. Microsoft erklärte, man werde die Hardware-Anforderungen weiterhin evaluieren, nachdem das neue Betriebssystem für die Windows-Insider und Partner-OEMs wie OnLogic veröffentlicht wurde. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten. Fanden Sie diesen Artikel hilfreich? Dann abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal und geben Sie diesem Video ein Like. 

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About the Author: Darek Fanton

Darek is the Communications Manager at OnLogic. His passion for both journalism and technology has led him from the newsrooms of local papers to the manufacturing floor of IBM. His background in news gathering has him always on the lookout for the latest in emerging tech and the best ways to share that information with readers. In addition to his affinity for words, Darek is a music lover, juggler and huge fan of terrible jokes.
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