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Hardware-Zertifizierung: Warum sie von Bedeutung ist

Von ·Kategorien: Technik erklärt·Published On: Juli 17th, 2020·5 min read·

Die Nachweise der Hardware-Zertifizierung können auf fast jedem elektronischen Gerät, Netzteil oder Ladegerät gefunden werden. Dazu werden sie an der Seite in einer Parade winziger Logos aufgedruckt oder eingraviert. Sie tragen Kennzeichen wie „UL„, „CE“ und „FCC„. Diese Zeichen stellen eine große Investition für die Unternehmen dar, die die Geräte herstellen. Schließlich beweisen sie, dass Tests und Überprüfungen durchgeführt wurden, um sicherzustellen, dass die Geräte für die Anwendungen und Regionen, für die sie konzipiert sind, sicher und zuverlässig sind.

Ganz gleich, ob Sie ein Hardware-Hersteller, ein Systemintegrator oder die IT-Abteilung eines großen Unternehmens sind – es ist wichtig, zu verstehen, wie sich die Hardware-Zertifizierung auf den Einsatz von Produkten auswirken kann. Dabei ist dies insbesondere über internationale Grenzen hinweg wichtig. Die Zertifizierung beinhaltet zwei Bereiche der Konformität:

  • Konformität der Emissionen: Normen wie FCC Teil 15 und EN 55032 (für das europäische CE-Zeichen) betreffen ausgestrahlte elektromagnetische Emissionen. Dabei stellen sie sicher, dass Geräte nicht mit Geräten in der Nähe in Konflikt geraten. Andere Spezifikationen (wie EN 55024) stellen sicher, dass Geräte nicht ausfallen, wenn sie in der Umgebung von Radios oder anderen Radiofrequenzquellen verwendet werden. Dies ist eine Eigenschaft, die als Immunität bekannt ist.
  • Produktsicherheit: Normen wie IEC 60950-1 (CB internationale Sicherheit) oder UL 60950-1 (Sicherheit mit Werksinspektionen) betreffen Sicherheitsmerkmale. Sie reichen von der Berührungstemperatur externer Gehäuse und Komponenten über das Vorhandensein scharfer Kanten und Klemmstellen bis hin zur Verwendung interner Sicherungen und selbstlöschender Materialien zur Begrenzung der Brandgefahr.

Die Herausforderungen der internationalen Hardware-Zertifizierung

Anwendungen, bei denen Computer aus zugelassenen Komponenten zusammengesetzt werden, sind relativ geradlinig. In den Vereinigten Staaten kann die FCC-Zulassung für die IT eine Frage der Beschaffung aller vorzertifizierten FCC-Komponenten und des Hinzufügens der korrekten Kennzeichnung und Etikettierung sein. Sobald man internationale Grenzen überschreitet, wird das Ganze schwieriger. So erfordern Spezifikationen wie EN 55032 und EN 55024 technische Daten nach CE oder potenziell formalisiertere Testverfahren in zugelassenen Einrichtungen. Während die Europäische Union ein einheitliches Zertifizierungsziel für ihre Mitgliedsstaaten anbietet, können andere Länder spezifische Anforderungen stellen. Diese erzwingen zusätzliche Tests und Überprüfungen. Jedoch kann die CB-Zertifizierung helfen, diese zu begrenzen. Kurz gesagt, es kann teuer werden.

Einige gebräuchliche Zertifizierungszeichen und ihre geografische Reichweite:

Tabelle zur Hardware-Zertifizierung

Wie Sie an das Testen herangehen

Flexibilität ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Hardware-Zertifizierung. Planen Sie voraus, dokumentieren Sie gründlich und streben Sie breit anwendbare Zertifizierungen an, die durch Tests in akkreditierten Laboratorien unterstützt werden. Wenn Sie Geräte zertifizieren, tun Sie dies mit maximalen Konfigurationen. So werden SKUs mit weniger Teilen oder weniger Komponenten, wie etwa kleineren Festplatten, vom getesteten Profil abgedeckt. Denken Sie auch daran, dass viele Länder ihre Anforderungen auf den gleichen Tests basierend aufbauen, die für FCC, CE und CB erforderlich sind. Damit ist der Zugang zu Märkten wie Japan, Australien, Neuseeland und Russland manchmal mit wenig mehr als der Einreichung von Dokumenten und einer Antragsgebühr möglich.

Um die globale Reichweite zu maximieren, ist es ein guter Ansatz, die Zertifizierungen für FCC Teil 15, EN 55032, EN 55024 und EN/IEC 60950-1 zusammenzuführen. Dabei wird letztere seit Ende 2017 durch EN/IEC 62368-1 ersetzt. Allerdings erhalten Produkte, die unter 60950-1 geprüft wurden, Bestandsschutz.

6 mögliche Fallstricke bei der Hardware-Zertifizierung

Die Zertifizierung ist ein Geschäft mit hohen Einsätzen. Es bringt Projekte zum Stillstand, wenn Sie den Überblick verlieren. Hier sind sechs häufige Fallstricke für Unternehmen und Möglichkeiten, sie zu vermeiden.

  • Mangelndes Bewusstsein: Zu oft beginnen Unternehmen internationale Projekte mit wenig Verständnis für lokale Zertifizierungsanforderungen. Dies kann dazu führen, dass die Geräte monatelang am Zoll zurückgehalten werden. Sie sollten genau wissen, was Sie brauchen. So überstehen Sie die Kontrolle in jedem Land, in dem Sie tätig sind.
  • Prokrastinationsprobleme: Die Zertifizierung ist oft ein letzter Punkt. Er kommt erst auf, wenn Projekte kurz vor dem Abschluss stehen. Jedoch ist das viel zu spät. Setzen Sie Ihr Zulassungsteam im Vorfeld jedes internationalen Projekts ein. So hat es Zeit, die erforderlichen Zertifizierungen zu beurteilen und zu erwerben. Dies kann Showstopp-Verzögerungen und schmerzhafte Budgetüberziehungen verhindern.
  • Probleme durch Design-Änderungen: Ein zertifizierter WiFi-Sender und ein Antennenaufbau bleiben möglicherweise nicht zertifiziert, wenn Sie die Konfiguration ändern. Das kann durch das Hinzufügen eines zweiten Senders oder durch den Wechsel zu einer Antenne mit hohem Gewinn sein. Planen Sie Änderungen sorgfältig. Vergewissern Sie sich, dass Sie abgesichert sind, insbesondere bei Zertifizierungen, die Wireless beinhalten.
  • Streben nach einem globalen Standard: Es gibt so viele nationale und internationale Anforderungen an Funkanlagen. Daher ist es schwierig, eine einzige Konfiguration für alle Regionen zu übernehmen. Seien Sie bereit, lokalisierte Konfigurationen zu erstellen, um den Anforderungen des Landes gerecht zu werden.
  • Gefangen durch die Vertikalen: Einige Geräte – wie etwa medizinische Geräte – verlangen erhöhte Zertifizierungsschwellen mit spezifischen Test- und Überprüfungsanforderungen. Recherchieren Sie und berücksichtigen Sie direkt anwendungsspezifische Anforderungen.
  • Überrascht von Veränderungen: Nichts währt ewig, auch nicht die Zertifizierungsanforderungen. Achten Sie auf abgeänderte Anforderungen. Sie können aktualisierte Testungen und Überprüfungen bereits genehmigter Produktentwürfe erzwingen. Der Wechsel von EN 55022 zu EN 55032 ist ein Beispiel dafür, ebenso wie der Wechsel von EN/IEC 60950-1 zu EN/IEC 62368-1.

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Hinweis: Dieser Blogbeitrag wurde ursprünglich am 17. August 2017 veröffentlicht und am 17. Juli 2020 inhaltlich aktualisiert.

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About the Author: Rodney Hill

Rodney is the Senior Engineer and founding member of the team at OnLogic. He works as a peer mentor for the mechanical, electrical, and regulatory teams (when he's not writing fun blogs with Marketing). He has expertise in design and certification of medical, automation and control, robotics, and RF devices. He also spends a lot of time in EMC and Safety labs qualifying products for global markets. Rodney loves to talk shop on all levels about all things and enjoys telling the world why OnLogic computers are right for them. Rodney is a lover of morse code communication using homemade single transistor radios built into Altoid tins.
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