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Die Vorteile und Nachteile von RAID: Risiko und Belohnung

Von ·Kategorien: Technik erklärt·Published On: Oktober 12th, 2016·3,8 min read·

RAID (Redundant Array of Independent Disks) ist eine bewährte Speichertechnologie, bei der mehrere Festplatten zusammengefasst werden. Dadurch werden Leistung, Verfügbarkeit und Redundanz bei PC- und serverbasierten Speichern verbessert. Es gibt viele Vorteile und Nachteile von RAID. Diese Technologie kann verwendet werden, um Daten gleichzeitig auf zwei oder mehr Festplatten zu schreiben und so doppelte Kopien von Informationen zu erstellen. Dies schützt vor Datenverlust und Unterbrechungen, falls eine Festplatte im Array ausfällt. Außerdem kann RAID verwendet werden, um Lese- und Schreibvorgänge auf mehrere Festplatten und Schnittstellen aufzuteilen. Diese Technik wird Striping genannt und dient dazu, den Betrieb zu beschleunigen. Einige RAID-Varianten kombinieren auch diese beiden Techniken, je nach den Bedürfnissen der Benutzer:innen.

Hardware- und Software-RAID

Es gibt viele Vorteile, aber die Einführung von RAID auf einem bestehenden System ist kaum ein Selbstläufer. Die Komplexität ist groß, angefangen bei den verschiedenen Ansätzen für RAID. Softwarebasiertes RAID verlässt sich auf die CPU des PCs, um die Daten auf mehrere Festplatten zu verteilen. Es läuft entweder auf BIOS- oder Betriebssystemebene. Software-RAID ist in der Regel preiswerter, bringt aber zusätzliche Komplexität (und ein gewisses Risiko) für das Softwarepaket mit sich. Hardwarebasiertes RAID nutzt einen speziellen Controller. Er befindet sich entweder direkt auf dem Motherboard oder auf einer RAID-Karte, die in einen PCIe-Steckplatz eingesteckt wird. Obwohl Hardware-RAID kostspieliger ist, ist es auch robuster und skalierbarer als softwarebasierte Lösungen. Als Hersteller von Embedded- und Rugged-Systemen implementiert OnLogic in der Regel hardwarebasiertes RAID. Dies ist besonders dann der Fall, wenn eine komplexere RAID-Einrichtung (über RAID-0 oder RAID-1 hinaus) erforderlich ist. Weitere Informationen über die verschiedenen Arten von RAID und deren Implementierung finden Sie hier.

Raid 1+0 Array

Die Konfiguration eines PCs für RAID ist relativ einfach. Der Systemanbieter oder -integrator kümmert sich im Allgemeinen um alle Aufgaben zur Einrichtung und Konfiguration des Betriebssystems, der Treiber und der Software. Außerdem stellt er sicher, dass die zusammengestellte Lösung mit den Speichersubsystemen funktioniert. Schwierig wird es beim Hinzufügen von RAID zu einem installierten PC. Das gilt auch für spezialisierte Systeme mit Windows Embedded, die oft ein dynamisches Betriebssystem-Image verwenden, das keine RAID-Treiber und Software-Infrastruktur enthält.

Eigenschaften, die IT-Profis berücksichtigen sollten

Was sollten IT-Profis also beachten, wenn sie die Entscheidung treffen, aktuelle Systeme auf hardwarebasiertes RAID zu migrieren? Es gibt einige Dinge zu beachten:

  • Bereiten Sie das Betriebssystem vor: Stellen Sie sicher, dass Windows mit allen erforderlichen Treibern und der Software-Infrastruktur konfiguriert ist, die für die Unterstützung des neuen RAID-Controllers erforderlich sind.
  • Vorsicht vor versteckten Problemen: Windows Embedded-Installationen werden dynamisch auf Grundlage der Systemkonfiguration zum Zeitpunkt der Installation erstellt. Die Aktualisierung dieses spezialisierten Betriebssystems zur Unterstützung von RAID erfordert einige Umwege. Dazu gehören die Verwendung des Befehlszeilentools Deployment Image Servicing and Management (DISM) und die Wiederherstellung aus einem modifizierten Backup nach Änderung der BIOS-Einstellungen.
  • Achten Sie auf die Werkzeuge: Die Software für die RAID-Verwaltung kann aus zwei Teilen bestehen. Einerseits aus einem Befehlszeilentool auf BIOS-Ebene und andererseits aus einem grafischen Tool (wie etwa der Intel Rapid Storage Technology) auf Betriebssystemebene. Klären Sie vor der Installation, welche Rolle jedes Tool spielt.
  • Sagen Sie es dem Anbieter: Wenn Sie Windows Embedded verwenden, informieren Sie den Originalanbieter vor dem Update. Er kann Ihnen möglicherweise bei der Konfiguration der Hardware Ihres Systems helfen.
  • Bereiten Sie sich auf das Schlimmste vor: Nur wenige IT-Situationen sind so aussichtslos wie eine fehlerhafte RAID-Einrichtung. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Ihre Daten gesichert und System-Images erstellt haben, auf die Sie zurückgreifen können, bevor Sie beginnen.

Die Grenzen für RAID

RAID bietet echte Vorteile, hat aber auch seine Grenzen. Eine RAID-1-Spiegelung ist zum Beispiel kein Ersatz für eine solide Sicherungsstrategie. Sie überträgt Fehler auf einer RAID-Festplatte munter auf alle anderen im Array. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Sicherungsinfrastruktur die vorgeschlagene RAID-Konfiguration unterstützt. So können Sie auf bewährte Versionen von Daten zurückgreifen. Außerdem sind die Leistungsgewinne, die mit RAID-0-Striping erzielt werden können, bei modernen Solid-State-Disk-Laufwerken (SSD) weit weniger ausgeprägt als bei mechanischen Spinning-Disk-Laufwerken (HDD).

Letztendlich ist die Umstellung auf RAID ein bedeutendes Systemereignis, das mit Vorsicht und Bedacht angegangen werden sollte. Sie möchten mehr über die Vorteile und Nachteile der RAID-Implementierung erfahren und die optimale RAID-Lösung für Ihre spezielle Anwendung ermitteln? Dann lesen Sie unser Whitepaper über die Vor- und Nachteile von Hardware- und Software-RAID.

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