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6 Tipps für einen vibrationsresistenten PC

Von ·Kategorien: Verlässlichkeit·Published On: Januar 19th, 2021·6.5 min read·

Metallstanzanlagen, Fahrzeug-Computer, Datenerfassung auf Brücken. Wo ist der Zusammenhang? Stöße und Vibrationen. Wenn Sie in einer Umgebung sind, in der Ihr Computer durch Stöße, Vibrationen, Erschütterungen oder einfach durch Schütteln jeglicher Art beansprucht wird, müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr PC vibrationsbeständig ist. Werfen wir einen Blick auf 6 Tipps für einen vibrationsbeständigen PC.

1 – Vibrationsresistente PC-Plattenlaufwerke: Machen Sie Ihre Festplatten Solid-State

Zuallererst ist es das Einfachste, alle Festplatten im Computer durch Solid State Drives (SSD) zu ersetzen. Sie können zwar Stoßdämpfer kaufen, um die Auswirkungen von Vibrationen abzuschwächen. Plattenlaufwerke reagieren jedoch sehr empfindlich auf Stöße – schnelle Schläge können die Platte beschädigen. Vibration – also ständiges Schütteln –bringt die Lese- und Schreibköpfe aus der Ausrichtung. Das bedeutet, dass sie einfach weg sind. SSDs haben keine beweglichen Teile und sind perfekt, um Erschütterungen auszuhalten. Allerdings sind Kabel, die SSDs verbinden, eine weitere Sache.

2 – PC-Kabel: Das schwache Glied in der Kette

Anschlüsse sind die größten Schwachstellen für Kabel in Ihrem PC. Ein ständiges Rütteln oder ein schneller Schlag können ein Kabel leicht lösen. Die höchste Priorität? Entfernen Sie alle überflüssigen oder extralangen Kabel. Wenn es nicht benötigt wird, entfernen Sie es. Wenn es sich um ein Multifunktionskabel handelt und Sie nicht alle Funktionen nutzen, ersetzen Sie es. Indem Sie alle lose herumhängenden Teile beseitigen, verhindern Sie noch mehr Bewegung im System.

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Das X, das Y und das Z – Wenn Sie über Schwingungen nachdenken, denken Sie daran: Es geht nicht nur hin und her oder auf und ab. Vibrationen können in drei Dimensionen auftreten. Wenn Sie Ihren Bedarf analysieren, vergessen Sie nicht die Z-Achse, sonst könnten Sie zusehen, wie Ihr PC in Stücke zerfällt.

Wenn Sie noch keine Kabelbinder verwenden, ist es an der Zeit, damit anzufangen. Verwenden Sie sie, um verschiedene frei hängende Kabel miteinander zu verbinden und die Bewegung zu minimieren. Aber Vorsicht, das Bündeln von Kabeln ist eine Kunst für sich. Es soll straff sein, aber nicht zu straff, damit nicht die kleinste Bewegung eine Verbindung herausreißt; dicht, aber nicht zu dicht, damit keine scharfen Kanten oder Wärmequellen die Kabel beschädigen; und gut gesichert, aber nicht zu fest, damit die Kabelbinder die Drähte nicht beschädigen. Denken Sie am Ende daran: Je weniger bewegliche Teile, desto besser.

3 – PC-Lüfter: Anfällig für Defekte

Wenn wir schon von einer geringeren Anzahl beweglicher Teiler sprechen: Arbeiten Sie lüfterlos. Dies ist neben dem Entfernen von Plattenlaufwerken eine schnelle und einfache Art, eine Schwachstelle zu beseitigen. In einer vibrationsanfälligen Umgebung ist ein Lüfter oft eines der ersten Teile, das ausfällt. Egal, ob es sich um einen starken Stoß handelt, der den Lüfter einfach zerstört oder um eine konstante Vibration, die ihn langsam verformt – wenn der Lüfter ausfällt, wird Ihr System bald folgen. Ein lüfterloses System erfordert ein Motherboard, das mit Wärmeleitern, Kühlkörpern, Wärmeleitpaste und anderen passiven Kühlmethoden kühl bleibt. Daher sollten Sie dies bei der Auswahl von Board und System berücksichtigen.

4 – PC-Motherboards: Die Mutter aller Probleme

Lassen wir I/O und Verarbeitungsleistung für einen Moment beiseite und konzentrieren wir uns auf die Fähigkeit eines Motherboards, Vibrationen standzuhalten. Betrachten Sie zunächst die Größe des Motherboards, insbesondere den Abstand zwischen den Punkten, die es mit dem Gehäuse verbinden. Je mehr Platz zwischen den Verbindungspunkten ist, desto mehr wackelt es. Wie ein Stück Feinblech, das man zwischen den Händen hält und schüttelt, wird sich das Motherboard biegen und wackeln. Kleinere Formfaktoren wie Mini-ITX haben feste Schrauben, die das Wackeln reduzieren. Lüfterlose Boards haben außerdem meist eine Wärmeleitung, die auf dem Board ruht sowie ein Pad unter dem Board. Dies schafft einen zusätzlichen Ankerpunkt und ist ein weiteres gutes Argument für den Wechsel zur lüfterlosen Variante.

Halten Sie Ausschau nach bestimmten Motherboards, die von Grund auf so konzipiert sind, dass sie Vibrationen standhalten. Diese verfügen über steifere Boards, weniger Komponenten, die sich lockern oder brechen könnten (wie Elektrolytkondensatoren), strategisch platzierte Gummipuffer und Netzteile, die eine Menge einstecken können. Doch auch das beste Motherboard der Welt – mit den besten Festplatten und Kabeln – muss in eine gute Umhüllung – das Gehäuse – eingebaut werden.

5 – PC-Gehäuse: Hardshell für Vibrationsresistenz

Die Auswahl eines guten Gehäuses ist die vorletzte große Hürde auf dem Weg zum Bau eines vibrationsbeständigen PCs. Beginnen Sie mit einem Blick auf das Gehäusedesign. Wenn es um den Umgang mit Vibrationen geht, gilt wie oben erwähnt: je stabiler, desto besser. Wenn es nicht steif genug ist, können das Gehäuse und das Motherboard bei unterschiedlichen Frequenzen zu vibrieren beginnen. Das kann verheerend sein. Somit scheidet ein Plastikgehäuse in der Regel aus. Wenn Sie sich also ein Metallgehäuse ansehen, sagt Ihnen die Art, wie es konstruiert ist, eine Menge. Abgekantetes Metall ist besser als mehrere zusammengeschraubte Teile. Je mehr Teile das Gehäuse hat, desto größer sind die Chancen, dass es einen Bewegungsspielraum gibt. Schauen Sie sich schließlich die Platzierung der Montagehalterungen an. Wenn das Gehäuse, das Sie sich ansehen, nicht montiert werden kann, lassen Sie es besser stehen.

Schrauben: Es ist zwar nicht unbedingt ein eigenständiges Thema, aber es lohnt sich, die Wahl der Schrauben beim Umgang mit Vibrationen zu verdeutlichen. Normale Schrauben können sich im Laufe der Zeit lockern. Wer einen Bürostuhl hat, kann die subtile, aber unvermeidliche Notwendigkeit bezeugen, hin und wieder etwas nachzuziehen. Jedoch ist das Nachziehen nicht immer eine Option, besonders bei Remote-Einsätzen. Systemschrauben müssen an ihrem Platz bleiben. Daher sind gewindesichernde Schrauben eine schnelle und einfache Lösung.

6 – Montieren Sie Ihren PC: Wählen Sie einen guten Platz, um Vibrationen zu minimieren

Stellen Sie sich einen PC vor, der auf einer sich bewegenden Waschmaschine steht. Der PC wird durch die Gegend tanzen! Wenn Sie Ihre Hand darauf legen, wird er sich weniger stark bewegen. Genau das bewirkt die Halterung. Indem der PC an einem größeren Objekt befestigt wird, verringern sich die Vibrationen und Erschütterungen, auch wenn dieses Objekt in Bewegung ist. Dennoch müssen Sie den richtigen Ort mit den geringsten Vibrationen wählen. Mit speziell entwickelten Halterungen, wie den Mounting-Kits zur Vibrationsisolierung, können diese Schwingungen weiter reduziert werden. Wie bereits erwähnt: Achten Sie darauf, wo sich die Halterungen befinden.

Vibrationsbeständiger PC – das Wichtigste auf einen Blick

Vibrationen sind ein ernstzunehmendes Thema. Ein ungeeigneter PC kann im Laufe der Zeit selbst durch kleinste Vibrationen zerstört werden. Wenn Sie ein Klappern aus Ihrem PC hören, passen Sie auf und schauen Sie sich Ihre Umgebung genau an. Stellen Sie dann sicher, dass Sie den richtigen PC mit dem passenden Schutz haben. Sie können vielleicht nicht sagen, dass Ihr PC „vibrationssicher“ ist. Doch Sie können eine Menge tun, um die Risiken von Vibrationen zu verringern.

Die Lösung im Fokus: Vibrationsprüfung

Die Ingenieure von OnLogic haben Erfahrung mit der Lösung von Problemen im Zusammenhang mit Vibrationen. Sie kennen eine Vielzahl von Lösungen, die Ihren speziellen Anforderungen entsprechen. Wenden Sie sich an einen unserer Spezialisten. Er berät Sie zu Ihrer Umgebung und stellt Ihnen ein verifiziertes System zusammen, das alles aushält, was Sie ihm zumuten. Entdecken Sie unsere Rugged Linie! Diese Systeme weisen eine verstärkte Vibrationsbeständigkeit auf.

Hinweis: Dieser Blog-Beitrag wurde ursprünglich am 10. Dezember 2013 veröffentlicht. Er wurde am 19. Januar 2021 inhaltlich aktualisiert.

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